Beiträge aus April, 2009

Upgrade für Yahoo Web Analytics

In Yahoo Web Analytics sind demnächst einige neue Funktionen verfügbar, dazu gibt es ein neues Layout.

Wie WebProNews berichtet, sollen demographische Daten im Dashboard abrufbar sein:
  • Report zu Alter
  • Report zu Geschlecht
  • Report zu Alter + Geschlecht
  • Report zu Interessenkategorien
  • Y! Properties zu Interessenkategorien.
Die Reports sind über Segmentierungen verfügbar und sollen bei einem demographischen Targeting für Yahoo Search Marketing-Kampagnen helfen.

Yahoo! Web Analytics wird demnächst auch wieder im Einkaufsführer Web Analytics gelistet werden.

Nachtrag: Zur neuen Version siehe auch:
searchcowboys.com: Yahoo Web Analytics 9.5: “Prepare to be WOW’ed
Dennis Mortensens Blog: Yahoo! Web Analytics 9.5 Launched
!I used to say 80% of Omniture for FREE, perhaps I should change that to Omniture + additional 10% for FREE. BUT I promised Yahoo! legal not to say stuff like that anymore. So the before is just a reference to the past :-)” Dennis Mortensen

CocaCola will Agenturen erfolgsabhäng bezahlen

Für die Nutzer von Pay-per-Click-Anzeigen und Affliate-Marketing ist es längst schon selbstverständlich: Bezahlt wird nur, wenn die Werbung zu einem Effekt führt. Kein Klick - kein Geld.

Diese einfache Regel im Performance Marketing gilt für konventionelle Werbung überhaupt nicht. Bezahlt wird dort nach Reichweite, also einer angenommenen Menge an Werbekontakten, die sich zwar nie so genau messen lassen, deren Wirkung aber ein fester Bestandteil der Kalkulation ist. Ob ein stattgefundener Werbekontakt dann auch noch Wirkung hat, kann ebensowenig gesagt werden.

Coca Cola hat nun angekündigt, sämtliche Agenturen danach zu bezahlen, ob die Werbung eine Wirkung hat oder nicht. In dem Horizont-Artikel heisst es:
“Wenn die vorher definierten Ziele erreicht werden, ist die Zusammenarbeit mit dem Werbungtreibenden auch für Agenturen lukrativ (”bis zu 30 Prozent Profit”). Ansonsten aber heißt es: Außer Spesen nix gewesen.”
Da freut sich aber mein Web-Analytics-Herz! Wer die mühselige Arbeit der Suchmaschinenmarketing-Experten kennt, die sich mit Begriffen wie CPC, CPO, CPC, CTR abmühen, die engagiert Werbemittel, Landing Pages, Bestellprozesse optimieren, die immer wieder testen, testen, testen, und ohne Rücksicht auf eigenen Geschmack oder Goldene-Löwen-Awards erst dann Geld verdienen, wenn ihre Werbung wirklich zählbare Wirkung entfaltet - der konnte sich über die sorglos-lässige Weise, wie Print-, Radio oder TV-Werbung geschaltet und bezahlt wird, immer nur wundern.

Die Leute aus den Agenturen freuen sich aber nicht so recht darüber. Irgendwie gibt es dort Schwierigkeiten mit dem Verständnis. So schreibt ein Leser:
“Tante Erna
Ich mach das ab jetzt so: wenn ich Tante Erna besuchen will, besteige ich ein Taxi und lass mich hinfahren. Wenn Tante Erna zuhause ist, zahl ich das Taxi. Sonst nicht.”
Es gibt eine ganze Menge Leserfeedback auf der Horizont-Seite, darunter auch einige, die den Vorstoss positiv sehen, insgesamt aber lehnen die Leser im Voting die Idee klar ab:
Nein-Stimmen: 57 %, (226)
Ja-Stimmen: 39 %, (155)
Weiß nicht: 5 %, (19)
(Stand 29.4., morgens)
Mal sehen, ob sich Coca Cola damit durchsetzen kann und zu einem Vorreiter in der Branche wird. Da Werbekontakte immer enger mit direkten Rückmeldungen verbunden werden können (Verknüpfung von TV/Prrint/Radio-Werbung mit digitalen Elementen - Mobile Web wird auch hier zu einem grossen Treiber werden), werden die Prinzipien des Performance Marketing auf lange Sicht sowieso tiefer in das konventionelle Marketing eindringen.

Aber bis dahin behaupten die Agenturen alleine zu wissen was geht und was nicht:
“Aber die Agentur hatte recht: Man kann sie nicht am Erreichen oder Nicht-Erreichen von Zielen messen, wenn der Kunde doch die Entscheidungen trifft.”
oder
“Und auf Kundenseite [hier ist wohl jetzt Coca Cola gemeint] sitzt ein Praktikant, bestenfalls ein talentfreier Junior Brandmanager und ‘beurteilt’ die Arbeit von Profis mit fundierter Erfahrung.”
Da wird wohl noch ein wenig Überzeugungsarbeit notwendig sein.

Das Buch: Website-Testing … jetzt bestellen

Letzte Woche hatte ich es schon angekündigt, jetzt gibt es endlich die ersten gedruckten Exemplare: “Website-Testing - Conversion Optimierung für Landing Pages und Online-Angebote” heisst das neue, von mir herausgegebene Buch, das sich ausführlich mit allen derzeit üblichen Testverfahren zur Optimierung von Websites beschäftigt.
Jim Sterne, das Buch und der stolze Autor
Jim Sterne, das Buch und der stolze Autor


Fast hätte ich in der Überschrift ja geschrieben: “Das inoffizielle Buch zur Emetrics”, aber das wäre dann wohl doch etwas dicke gewesen. Dennoch: Nicht nur ich hatte den Eindruck, dass auf der Emetrics vor allem über über Testverfahren, Testkultur und systematische Optimierung gesprochen und diskutiert wurde. Da kommt das Buch gerade recht, zeigt es doch einen umfassenden Überblick zu Multivariaten Verfahren und Usability-Methoden.

Da im Unterschied zum letzten Jahr sowohl Buch als auch meine Wenigkeit auf der Konferenz waren, habe ich Jim Sterne, dem Mentor der Veranstaltung, diesmal natürlich prompt ein Buch in die Hand gedrückt. Und, freundlich wie er ist, hatte er auch nichts gegen ein kleines Foto.

Wir alle wissen: Messen ist wichtig, aber wichtiger noch ist es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. In den letzten beiden Jahren haben sich in der Web-Analytics-Szene darum vor allem Tools wie der Google-Website-Optimizer und seine kostenpflichtigen Äquivalente etabliert. Michael Jonas von Divolution hat dazu auf der Emetrics gerade einen sehr schönen Vortrag gehalten.
Website-Testing: das Standardwerk
Website-Testing: das Standardwerk


Neben diesen rein verhaltensbasierten Testmethoden sind aber schon seit Jahren Verfahren wie Rapid Prototyping, Eyetracking, Fokusgruppen, Remote Tests oder Expertengutachten ein fester Bestandteil der professionellen Website-Entwicklung.

Insgesamt steht damit dem Online-Verantwortlichen eine Art Werkzeugkasten zur Verfügung, aus der er das jeweils richtige Werkzeug für ein Optimierungsprojekt auswählen kann. Bisher gab es allerdings gar keine, oder jedenfalls keine integrierende Übersicht dieser Verfahren - und genau das war der Ansatz dieses Buches.




Aus dem Inhaltsverzeichnis:

Abschnitt 1: Grundlagen:
Die Kunst des Experiments (Frank Reese)
Optimierung als Prozess (Martin Beschnitt)
Parameter des Erfolgs (Frank Reese)
Ansatzpunkte zur Conversion Optimierung (Frank Reese)

Abschnitt 2: Methoden
Optimierung in der Konzeptphase (Daniel R. Schmeißer)
Rapid Prototyping (Daniel R. Schmeißer)
Fallbeispiel: Rapid Prototyping für die Deutsche Post (Daniel R. Schmeißer & Tobias Kauer)
Fallbeispiel: Rapid Prototyping für netdoktor.de (Carsten Rehmann)
Mouse Tracking und Klickanalysen (Dirk Schulze)
Einfache Tests mit A/B-Vergleichen (Frank Reese)
Fallbeispiel: A/B-Test für einen Download-Link (Frank Reese)
Multivariate Testverfahren (Frank Reese)
Fallbeispiel: AutoScout24-Evaluierung von Testing Tools (Sebastian Wetterauer)
Fallbeispiel: Divolution – Optimierung eines KFZ-Versicherungsangebotes (Michael Jonas)
Fallbeispiel: Arbeit mit dem Google Website Optimizer (Birger Friedrichs)
User Experience Tests (Daniel R. Schmeißer)
Fallbeispiel: User Experience Test für neckermann-reisen.de (Daniel R. Schmeißer & Dr. Oliver Rengelshausen)
Eyetracking – mit den Augen der Nutzer sehen (Daniel R. Schmeißer)
Remote User Experience Tests (Tim Bosenick)
Fallbeispiel: Remote Testing DER CLUB (Tim Bosenick)
Fallbeispiel: Ein eCommerce-Monitor mit Remote Testing (Tim Bosenick)
Expertengutachen: User Experience kurz und gut (Andreas Selter)
Fallbeispiel: Expertengutachen für D&B (www.dnbgermany.de) (Andreas Selter)
Anbieter, Systeme, Agenturen (Frank Reese)

Wie man sieht: Ein wirklich guter Überblick, dazu noch mit vielen detaillierten Fallbeispielen und einer Übersicht zu Systemen, Agenturen und Anbietern. - Und dann auch noch farbig! Da bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Ok, für 69,90 Euro (zu diesem Preis ist es in Kürze im Handel erhältlich) kann man auch ganz schön oft ins Kino gehen, aber ehrlich: Das Buch lohnt jeden Cent, und wenn die Verfahren entsprechend umgesetzt werden, liegt der ROI wahrscheinlich irgendwo jenseits der 1000.

Amazon träumt noch ein wenig, das Buch ist annonciert, kann aber erst in Kürze wirklich bestellt werden.

Was ja aber viel besser ist: Wer es direkt bei mir bestellt bekommt es sofort und auch noch 10% günstiger (62,10 inkl. Versand, Bezahlung per Rechnung). Jedenfalls solange mein kleiner Vorrat reicht.

Und noch besser: Als Paket zusammen mit dem Klassiker “Web Analytics - Wie aus Traffic Umsatz wird” gibt es das Ganze für unschlagbare 85 Euro, das sind knappe 15 Euro Ersparnis - da kann man auch mal wieder ins Kino gehen (mit Popcorn). Also - einfach Mail an post@idealobserver.de und schon gehts los.


Nachtrag, 19.6.: Sind aus :-).

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